archivio 2010

Fontane di Trevi
Fontane di Roma
Vortrag von Dr. phil. Helke Kammerer-Grothaus
Dienstag, 19. Oktober 2010, 20 Uhr
Villa Ichon,
Goetheplatz 4, 28203 Bremen
Wie keine andere europäische Großstadt ist
Rom und sein Umland geprägt von den
architektonischen Spuren seiner Wasserversorgung. Die antiken Aquädukte - vor allem
aus den Albaner Bergen - speisten die Thermen,
Nymphäen, Gartenanlagen und öffentlichen
Brunnen und sorgten vor allem für reines
Trinkwasser und damit für Hygiene und
Gesundheit. Im Mittelalter verfiel diese
Wasserkultur. Doch die Zeit der Renaissance
und des römischen Hochbarock führten
zu einer Blüte der Brunnen -und Wasserspiele,
deren Reichtum an Erfindungen bis heute entzücken.
Die Fontänen kühlen die Luft durch
das Zerstäuben des Wassers, überall im Süden
nicht nur eine Zier, sondern sie stellen neben
Brunnen und Zisternen eine Lebensnotwendigkeit dar. Das Referat und die Bildfolge möchten die Teilnehmer
in Versuchung führen, eigene Erlebnisse mit der Geschichte zu
verbinden und neuzeitliche Lösungen zu
beurteilen.
Eintritt 5 Euro

Ein Herz und eine Krone
Römische Impressionen
Ein Spaziergang durch die Ewige Stadt
auf den Spuren von
John Keats und Audrey Hepburn
Lichtbilder-Vortrag
von Armand de Bussy (Fotos)
und Sigrid Schuer (Text)
Donnerstag, 18. Novmeber 2010, 19.30 Uhr
Villa Ichon,
Goetheplatz 4, 28203 Bremen
Beide bezauberten ihr Publikum, wenn auch zu
völlig unterschiedlichen Zeiten. Audrey Hepburn
gab als Prinzessin Anne, die nur für einen Tag „Vacanze romane” erleben will, in William Wylers Hollywoodstreifen „Ein Herz und eine Krone” ihr
Debüt als Filmschauspielerin. Wir lassen für Sie
noch einmal die Lieblingsplätze von Prinzessin
Anne Revue passieren.
Benvenuto nella città eterna e buon divertimento!

Shelley

John Keats
Rom, wie Sie es vielleicht noch nicht kennen,
wollen wir Ihnen im ersten Teil unseres
literarischen Bilderbogens zeigen. Wir nehmen
Sie mit ins Keats-Shelley-Haus, das direkt neben
der Scalinata, der berühmten Spanischen Treppe,
liegt. Dennoch schenken Touristen diesem sehenswerten Kleinod unter den römischen
Museen oft nur wenig Beachtung. Der junge
Dichter John Keats, leuchtender Stern
der britischen Romantik, verbrachte hier die
letzten Monate seines Lebens.
Eintritt 5 Euro
Stefan Andres
Lesung von Prof. Dr. Dieter Richter
Dienstag, 4. Mai 2010, 20 Uhr
Buchhandlung Storm
in der Langenstraße 11, Bremen
Stefan Andres war einer der großen Erzähler der deutschen Nachkriegsliteratur. Er lebte
mit seiner Familie von 1937 bis 1949 in der
Emigration im süditalienischen Positano:
„am Rande der Welt“, wie er schreibt, und doch
immer wieder bedrohlich eingeholt von der
Geschichte.
Der „ekstatischen Losgelöstheit dieses
Ortes“ (Andres), verdanken sich jene Erzählungen,
die 1957 unter dem Titel “Positano.
Geschichten aus einer Stadt am Meer” erschienen
und die kleine Stadt am Golf von Salerno
in Deutschland berühmt gemacht haben. Zurück
in der Heimat und enttäuscht von den politischen
Verhältnissen der 1950er Jahre, ging Stefan
Andres 1961 erneut nach Italien. Bis zu seinem
Tod 1970 lebte er in Rom, erlebte dort die Jahre
des Zweiten Vatikanischen Konzils und war in
Kontakt mit zahlreichen, ebenfalls in Rom
lebenden deutschen Schriftstellern.
Dieter Richter hat soeben die Italienischen
Erzählungen von Stefan Andres im Rahmen der
Werkausgabe neu herausgebracht.
Über viele Jahre war er mit Dorothee Andres,
der Witwe des Schriftstellers, in Rom befreundet.
Er wird aus dem Buch vorlesen und davon
erzählen, welche Rolle Positano und Rom für
deutsche Schriftsteller der Kriegs- und der Nachkriegszeit gespielt haben.
Der Eintritt kostet 9 Euro,
dafür gibt es in der Lesepause auch ein Glas Wein.

Das Interieur in der italienischen Renaissance
Vortrag von Beatrice Szameitat
Freitag, 4.Juni 2010, 20 Uhr
Villa Ichon,
Goetheplatz 4, 28203 Bremen
Die Kunst, Innenräume zu gestalten, umfasste
in der Renaissance andere Komponenten als heute.
Die Truhe stand als wichtigstes Möbel im Zentrum
der Aufmerksamkeit. Sitzmöbel waren selten, Tische wurden erst nach und nach in den Räumen aufgestellt. Teppiche, Ledertapeten und Seidenstoffe schmückten die Wände. Die Lebenswelten der Zeit um 1500
können wir heute mit Hilfe von Gemälden, Miniaturen und Grafiken rekonstruieren. In den Kunstgewerbe-Museen aufbewahrte Möbel und Wandverkleidungen machen darüber hinaus das Wohnen früherer
Zeiten anschaulich. Beatrice Szameitat, freie Mitarbeiterin im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen Berlin, wird anhand zahlreicher
Bildbeispiele ein Porträt des Lebens und Wohnens
in der italienischen Renaissance zeichnen.
Eintritt 5 Euro
